Antolin weltweit zur Sprachförderung an deutschen Schulen eingesetzt

Etwa 300 Schulen außerhalb Deutschlands lesen mit Antolin. Deutschsprachige Schulen in Ländern wie Malaysia, Japan oder Finnland konkurrieren bei der Sprachvermittlung mit einem anderssprachigen Umfeld und einer anderen Kultur. Noch dazu unterrichten die Lehrkräfte meist Schüler/innen mit unterschiedlichen Sprachniveaus. Dagegen setzen die Schulen gezielt Antolin zur Sprachförderung ein – mit großem Erfolg.
In der Klasse in der deutschen Schule in Helsinki steht eine Kiste mit Büchern, in der Fünf-Minuten-Pause, in jedem Leerlauf wird gelesen. "Die Kinder sind Ober-‚Olchi’-Fans", erzählt die Leiterin der Grundschulabteilung Claudia Junge-Lehtovuori. Lese-Wellen, wie die mit den "Olchi"-Büchern von Erhard Dietl, brechen meist aus, nachdem die Kinder gemeinsam ein Buch als Klassenlektüre gelesen haben.
"Kinder brauchen häufig den Impuls zu deutschen Büchern", erklärt Claudia Junge-Lehtovuori. In finnischsprachigen Haushalten befänden sich oft wenige deutsche Bücher. Die Lehrerin wählt als Klassenlektüre nur Bücher aus, die es auch bei Antolin gibt, denn, so die Lehrerin: „Antolin geht darüber hinaus. Es ist wie eine Brücke, die Schüler können es mit nach Hause nehmen und dort weiterarbeiten.“
Anja Tegeler, Lehrerin an der deutschen Schule in Rom, sieht das ähnlich. Bei ihr hätten es Kinder aus italienischsprachigen Elternhäusern sehr schwer. "Antolin ist die einzige Beschäftigung außerhalb des Schulkomplexes, bei der Kinder an die deutsche Sprache herangeführt werden. Die italienischen Eltern sind hellauf begeistert."
Eltern bekommen mit Antolin Unterstützung, so dass sie das Lesen ihrer Kinder selbst fördern können. "Früher haben wir den Eltern für ihre Kinder Videos und deutsches Fernsehen als natürliche deutsche Sprachträger empfohlen, nun können wir ihnen auch deutsche Bücher an die Hand geben", erklärt Claudia Junge-Lehtovuori aus Finnland. Lachend ergänzt sie: "Die Begeisterung geht bei den Eltern sogar so weit, dass sie sich nachts an die Zugänge ihrer Kinder schleichen und es selbst testen." Auf Long Island in den USA bekommt das Buchportal www.antolin.de zusätzlich zur Sprachförderung noch einen besonderen Wert: die Vermittlung europäischer Kultur. Brigitte Nassar, Gründerin einer kleinen Sprachschule auf Long Island, stellte nach ihrer Einwanderung fest: "In den USA sind wenige europäische Autoren präsent. Der Markt ist sehr stark auf amerikanische Autoren ausgerichtet."
Europäische Klassiker seien rar, so Brigitte Nassar: "Von Ottfried Preußler gibt es nur 'Die kleine Hexe'. 'Asterix' ist in den USA nicht zu finden. Auch Astrid Lindgren ist nur mit 'Pippi' und 'Ronja Räubertochter' vertreten. Erst mit Cornelia Funke kommt der Rest jetzt etwas nach."
Wichtig für Kinder aller Auslandsschulen sind die Anreize, die mit Antolin geschaffen werden. Sei es mit Urkunden oder Buchpreisen. Regelmäßig hängt Anja Tegeler aus Rom auch die Statistiken in ihrer Klasse auf. "Sehr viel Spaß hat gemacht, dass zum Beispiel diejenigen, die sonst im Deutschen nicht so leistungsstark waren, bei der Anzahl der gelesenen Bücher in den obersten Rängen lagen." Die Motivation, deutsche Bücher zu lesen, ist bei vielen Kindern gestiegen. Zudem stellt Claudia Junge-Lehtovuori aus Finnland bei ihren Schülerinnen und Schülern fest: "Die Leseleistung hat sich sehr verbessert, sie lesen perfekt. Das Leseverständnis ist zum Beispiel bei den 'Olchi'-Büchern absolut da." Auf Dauer möchte die Lehrerin das Sprachniveau anziehen; als nächste Klassenlektüre hat sie ein Buch von Janosch ausgewählt. Dann rollt vielleicht die nächste Welle an. see
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