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Donald Trump: Streit um Elefanten-Jagd

Von: dpa

Meldung vom 20.11.2017

Ab Klasse 3  

Quiz von Silke Fokken

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Washington (dpa) - Schockierend, entsetzlich, beschämend: Mit solchen Worten haben viele Menschen auf eine Ankündigung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump reagiert. Dabei ging es um die Jagd von Elefanten - und spezielle Mitbringsel aus dem Urlaub.

Der Hintergrund: Einige Jäger aus den USA machen etwa in den Ländern Sambia und Simbabwe Jagd auf Elefanten. Donald Trump verkündete Mitte November: Wenn sie dort auf die Jagd gehen, dürfen sie in Zukunft zum Beispiel die Stoßzähne der Tiere mit in die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz USA, bringen. So etwas war bisher verboten. Der Grund: Es gibt heute viel weniger Elefanten als früher. Das liegt unter anderem daran, dass Menschen Jagd auf sie machen. Dafür reisen sie extra in Länder, in denen es Elefanten gibt. Zum Beispiel nach Afrika, wo auch die Länder Sambia und Simbabwe liegen. Denn nicht überall ist die Elefanten-Jagd verboten.

Viele Jäger wollen nicht nur die Stoßzähne, sondern auch zum Beispiel die Haut der Tiere haben. Die Haut nehmen sie dann gern mit nach Hause. Vor einigen Jahren erließen Politiker in den USA ein Verbot, um solche Erinnerungen mitzubringen. Denn sie hofften: Die Jäger würden dadurch die Lust verlieren, überhaupt Elefanten zu jagen. Mit dem Mitbringsel-Verbot wollten sie die Tiere schützen.

Deshalb waren viele Menschen in den USA so entsetzt, als Donald Trump sagte: Er wolle dafür sorgen, dass es wieder erlaubt ist, Körperteile von Elefanten mitzubringen. Trumps Begründung: Die Jäger müssten viel Geld bezahlen, wenn sie etwa einen Elefanten töten möchten. Dieses Geld fließe dann zum Teil in den Tierschutz. Donald Trump meint: Wenn mehr Jäger nach Afrika reisen und Elefanten jagen, kommt mehr Geld für den Tierschutz zusammen.

Umweltschützer aber sagen: Es sei keine Lösung, Tieren zu helfen, indem man sie jage. Viele Menschen protestierten deshalb gegen die Entscheidung von Donald Trump. Mit ein bisschen Erfolg. Am 17. November gab der Präsident bekannt: Er wolle über seine Idee noch einmal nachdenken - und erst danach endgültig entscheiden.
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