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Tiere retten: Kuh im Swimming-Pool

Von: dpa

Meldung vom 18.10.2017

Ab Klasse 3  

Quiz von Silke Fokken

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Oberstdorf (dpa) - Nanu, was macht denn da die Kuh im Schwimmbecken? Einige Menschen in Oberstdorf in Süddeutschland wunderten sich Mitte Oktober, als sie plötzlich eine Kuh in einem Pool im Garten entdeckten. Schnell war klar: Das Tier braucht Hilfe.

Die Kuh hatte sich sehr wahrscheinlich aus Versehen ins Wasser verirrt, wie die Polizei berichtete. Denn der Swimmingpool stand auf einem Grundstück direkt neben der Weide, auf der die Kuh graste. Dazwischen gab es einen kleinen Zaun. Diese Absperrung konnte die Kuh jedoch nicht daran hindern, eine kleinen Ausflug zu machen. So kam sie auf das Grundstück - und landete schließlich in dem Schwimmbecken.

Die Kuh stand bis zum Bauch im Wasser und kam alleine nicht mehr aus dem Pool heraus. Die Feuerwehr musste helfen. Mit einer Drehleiter und einem Tragegurt konnten die Einsatzkräfte das Tier aus dem Wasser heben. Die ganze Aktion dauerte rund eine halbe Stunde. Die Kuh blieb dabei unverletzt und konnte zum Glück schnell wieder zurück auf die Weide zu den anderen Kühen.

Wenige Tage später gab es in Süddeutschland eine weitere Aktion zur Tierrettung. Dabei ging es allerdings nicht um ein einzelnes Tier, sondern um rund 7000 Tiere. Die Polizei in Bayern stoppte einen Lastwagen, mit dem die Tiere transportiert wurden - darunter Mäuse, Ratten, Kaninchen und Meerschweinchen. Auch exotische Tiere wie Chamäleons und Axolotl entdeckte sie.

Die Tiere sollten vermutlich im Land Belgien verkauft werden, teilten Tierschützerinnen und Tierschützer mit. Aber die Polizei hielt den Fahrer des Lastwagens an, weil der Transport gegen verschiedene Regeln verstieß. Viele Tiere waren noch sehr jung. Genauso wie beim Menschen gilt auch bei ihnen: Ein Baby braucht seine Mutter. Man darf Jungtiere also nicht zu früh von ihrer Mutter trennen. Das ist verboten.

Besonders schlimm: Die Tiere hatten viel zu wenig Platz, kein Futter und kein Wasser. Einige von ihnen seien deshalb gestorben, berichteten die Tierschützerinnen und Tierschützer. Die Tiere, die die Fahrt überlebt hatten, konnten immerhin gerettet und befreit werden. Sie wurden in verschiedene Tierheime gebracht und sollen nun ein schönes Zuhause finden.

Das Foto von der Kuh im Swimming-Pool stammt von Thomas Speiser/FFW.
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