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Helfer in Syrien: "Wir haben uns geschworen, Leben zu retten"

Von: dpa

Meldung vom 08.10.2017

Ab Klasse 5  

Quiz von Silke Fokken

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Damaskus (dpa) - Wenn Menschen in Syrien in großer Not sind, hilft diese Gruppe: Die Weißhelme kümmern sich um verletzte oder verschüttete Menschen in dem Land, in dem seit Jahren Krieg herrscht. Ein Helfer hat den dpa-Kindernachrichten von seiner Arbeit erzählt.

Ibrahim al-Hadsch lebt in Syrien. Das ist ein Land im Nahen Osten. Sehr viele Menschen sind von dort geflüchtet, weil sie große Angst vor der Gewalt dort haben. Ibrahim al-Hadsch kann das verstehen, aber er selbst bleibt lieber dort. Er versucht Menschen zu retten, wenn ihre Häuser von Bomben getroffen werden.

Ibrahim al-Hadsch ist 27 Jahre alt. Vor dem Krieg war er Student. Doch dann schloss er sich einer Gruppe an, den Weißhelmen. Die Gruppe heißt so, weil die Helfer bei ihren Einsätzen alle weiße Helme tragen. So schützen sie sich zum Beispiel vor Trümmern. Wenn die Weißhelme hören, dass es einen Luftangriff gegeben hat, nehmen sie sich ihre Ausrüstung und machen sich auf den Weg. Sie fahren dann zum Beispiel zu zerstörten Häusern. Dort schauen sie, ob Menschen unter den Trümmern sind, die sie retten können.

"Meine größte Angst ist, dass wir von unserer Zentrale rausfahren, wenn es einen Angriff mit Kampfflugzeugen gegeben hat, und man dann sieht: Es ist das eigene Haus, das getroffen wurde", sagt Ibrahim al-Hadsch. Dabei macht er sich auch jedes Mal Sorgen um seine eigene Familie. Denn Ibrahim al-Hadsch ist verheiratet und hat ein Kind.

Oft geraten die Helfer selbst in gefährliche Situationen. "Wir hatten es vor kurzem, dass wir an einen Ort gekommen sind, wo es einen Angriff gegeben hat", erzählt Ibrahim al-Hadsch. "Und ein paar Sekunden, nachdem wir angekommen sind, hat es einen zweiten Angriff gegeben." Trotzdem will Ibrahim al-Hadsch Syrien nicht verlassen. Er erklärt: "Wir haben uns geschworen, dass wir Leben retten wollen. Und häufig schaffen wir es auch, Menschen aus den Trümmern zu holen."

Die Gruppe Weißhelme war Anfang Oktober wegen ihrer mutigen Arbeit für einen wichtigen Preis nominiert: den Friedensnobelpreis. Am Ende bekam den Preis dann aber eine Gruppe, die sich gegen Atomwaffen stark macht.
Weedah Hamzah und Simon Kremer, dpa
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