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G20: Das große Aufräumen nach den Krawallen

Von: dpa

Meldung vom 10.07.2017

Ab Klasse 4  

Quiz von Silke Fokken

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Hamburg (dpa) - In der Stadt Hamburg haben sich am 9. Juli 2017 viele Menschen getroffen: zum Aufräumen. Sie fegten in den Straßen gemeinsam jede Menge Scherben zusammen. Oder sie warfen verkohlte Autoteile in Mülltüten und räumten Müll von den Wegen. So brachten sie langsam wieder Ordnung in die Stadt. Denn in den Tagen zuvor hatten Krawallmacher einige Stadtviertel schlimm verwüstet.

Randaliererinnen und Randalierer hatten Scheiben von Geschäften eingeschlagen und diese geplündert. Sie klauten sich einfach Waren aus den Regalen, ohne zu bezahlen. Sie zündeten Autos an, demolierten Fahrräder und liefen grölend durch die Straßen. Die Leute hatten sich vermummt, also etwa mit Schals, Sonnenbrillen und Mützen so verhüllt, dass niemand sie erkennen konnte.

Anlass für die Randale war der G20-Gipfel. G20 wird eine Gruppe von Ländern genannt, die im Vergleich zu vielen anderen Staaten sehr mächtig und wohlhabend sind. Die Staatschefs dieser Länder hatten sich am 7. und 8. Juli in Hamburg getroffen. So eine Konferenz wird auch Gipfel genannt. Die Politikerinnen und Politiker sprachen über wichtige Themen wie Klimaschutz, Handel und den Krieg in Syrien. Bundeskanzlerin Angela Merkel war zum Beispiel dabei, der Präsident der USA und der Präsident von Russland.

Wegen dieses Treffens waren Tausende Polizistinnen und Polizisten nach Hamburg gekommen, um für Sicherheit zu sorgen. Denn den Politikerinnen und Politikern und auch den Menschen in der Stadt sollte nichts passieren. Denn schon vor dem Gipfeltreffen war klar: Es würden auch viele Menschen nach Hamburg kommen, die mit der Politik der G20-Länder absolut nicht einverstanden sind. Die Menschen wollten gegen diese Politik demonstrieren.

So kam es zunächst auch. Tausende Menschen trafen sich während des G20-Gipfels in Hamburg und zogen friedlich mit Plakaten durch die Straßen, um ihren Protest auszudrücken. Es gab sogar eine fröhliche Tanz-Demo. Aber es gab auch eine Demonstration, bei der sich völlig vermummte Krawallmacher unter die Leute mischten. Sie lieferten sich Kämpfe mit der Polizei, zogen schließlich randalierend durch die Straßen und verwüsteten einige Stadtviertel.

Viele Leute reagierten geschockt. Mit so viel Gewalt hatten sie nicht gerechnet. Vor dem Treffen hatte der Bürgermeister von Hamburg versprochen, dass die Menschen in der Stadt sicher sein würden. Doch dann hatte es die Polizei nicht geschafft, die Ausschreitungen komplett zu verhindern. Auch deswegen wurde in den Tagen danach sehr viel über das Treffen und die Ausschreitungen gesprochen. Es ging unter anderem darum, was schief gelaufen war und wie man so etwas in Zukunft verhindern kann. Die Menschen, die von den Randalen betroffen sind, weil zum Beispiel ihr Auto oder Geschäft zerstört wurde, sollen Schadensersatz bekommen.
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