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Nach Trumps Wahlsieg: Unsichtbarer Riss geht durch ein Land

Von: dpa

Meldung vom 11.11.2016

Ab Klasse 4  

Fragen von Silke Fokken

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Washington (dpa) - Zwei Teile sind auseinandergebrochen. In der Mitte klafft ein tiefer Riss. So etwas stellt man sich vielleicht bei einem Erdbeben vor. In dem Land USA ist jedoch gerade von einem Riss die Rede, den man nicht sofort sieht. Das hat mit dem Wahlsieg von Donald Trump zum neuen Präsidenten zu tun.

Am 8. November hatten die Amerikaner einen neuen Präsidenten gewählt. Bei der riesigen Abstimmung hatte überraschend der Kandidat Donald Trump gewonnen - und nicht seine Gegnerin Hillary Clinton. Trumps Fans feierten den Sieg ausgelassen. Doch seine Gegnerinnen und Gegner sind tief enttäuscht. Tausende Menschen protestierten sogar gegen den neuen Präsidenten.

"Nicht mein Präsident", stand auf Englisch auf mehreren Schildern. Die Fans und die Gegner von Donald Trump haben nicht besonders viel miteinander gemeinsam. Auch deshalb sprechen Fachleute von einem gespaltenen Land oder einem Riss. Das soll ein Bild dafür sein, wie die Stimmung im Land gerade ist.

Der Riss hat auch damit zu tun, wie die Politik in den USA organisiert ist. In dem Land dreht sich alles um zwei große Parteien, anders als zum Beispiel bei uns in Deutschland. Auf der einen Seite stehen die Demokraten, auf der anderen die Republikaner. Auch die meisten Menschen fühlen sich zu einer der beiden Parteien hingezogen. Mit den Politikerinnen und Politikern der anderen Seite können sie oft nicht so viel anfangen. "Bei dieser Wahl war das extrem", sagt ein Experte. Dazu kommt, dass die Meinungen über Donald Trump weit auseinandergehen. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn.

Nun fragen sich viele, wie die beiden Gruppen in Zukunft miteinander auskommen. Sie sind gespannt, ob der neue Präsident auf die Meinung seiner Gegner Rücksicht nimmt oder nicht. Donald Trump selbst sagte dazu, er wolle das Land wieder einen. Die Verliererin Hillary Clinton sagte: "Ich hoffe, dass er ein erfolgreicher Präsident für alle Amerikaner sein wird."


Vom Firmen-Boss zum neuen Präsidenten

Donald Trump ist 70 Jahre alt und kommt aus der Stadt New York. Bekannt wurde er als erfolgreicher Firmen-Chef. Schon als junger Mann machte er Geschäfte mit Häusern und Wohnungen und verdiente viel Geld. Auch bei ihm klappte aber nicht alles.

Donald Trump gilt als sehr fleißig, aber auch als eitel. Er baute gerne riesige Häuser. Einigen gab er sogar seinen Namen. Ein Wolkenkratzer in New York heißt Trump Tower. Als Politiker sammelte der Mann mit den blonden Haaren bisher keine Erfahrungen. Trotzdem wollte er unbedingt Präsident werden. Viele finden, dass er sich im Wahlkampf unmöglich benommen hat. Zum Beispiel, weil er seine Gegner beleidigte. Und weil er gegen Einwanderer hetzte, etwa gegen Menschen aus dem Nachbarland Mexiko.

Bei vielen Leuten kam Donald Trump trotzdem gut an. Viele hoffen, dass er wichtige Probleme lösen wird. Sie glauben auch, dass er sich als Unternehmer sehr gut mit Geld auskennt und dem Land damit hilft. Was weiß man sonst noch über den neuen Präsidenten? Donald Trump hat fünf Kinder und acht Enkel. Außerdem liebt er wohl Eiscreme. Die Kühlschränke seiner Häuser sollen damit vollgestopft sein. In den nächsten Jahren wird man sicher noch viel mehr über ihn erfahren.
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