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Tausende tote Mücken per Post verschickt

Von: dpa

Meldung vom 07.11.2016

Ab Klasse 3  

Fragen von Silke Fokken

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Müncheberg (dpa) - In dem Ort Müncheberg hatten einige Menschen einen besonderen Grund sich zu freuen: Sie bekamen im Jahr 2016 so viel Mückenpost bekommen wie noch nie.Mückenpost! ? Das sind Päckchen mit toten Stechmücken in kleinen Bechern oder Pappschachteln. Damit haben die Menschen in Müncheberg etwas Bestimmtes vor.

Die Menschen in Müncheberg erforschen die Insekten und erstellen einen sogenannten Mückenatlas. Das ist eine Landkarte, auf der man am Ende genau sieht, wo welche Stechmücke in Deutschland vorkommt. Denn nicht alle Mücken sind gleich.

Wer also irgendwo eine tote Mücke entdeckt oder selbst eine erwischt, kann sie eintüten und per Post an die Fachleute schicken. So bekommen die Forscherinnen und Forscher schon seit dem Jahr 2012 viele Infos über die kleinen Quälgeister. In diesem Jahr sammelten sie mehr als 30.000 neue Tiere. Das ist ein neuer Rekord. So viele waren es noch nie.

Dass es 2016 so viel Mückenpost gab, liegt vermutlich daran, dass es in diesem Jahr so viele Mücken in Deutschland gab, sagt eine Mückenforscherin. Denn für die Insekten hätten in diesem Jahr sehr gute Bedingungen geherrscht. Im Frühjahr regnete es in vielen Regionen sehr oft - und dadurch konnten sich sehr viele Mücken gut entwickeln. Zum Ärger vieler Menschen, die dauernd gepikst wurden!

"Die Leute waren genervt und haben uns viele Mücken geschickt", sagt die Mückenforscherin. Sie sei dankbar für jedes einzelne Tier und informiere die Mückenjägerinnen und Mückenjäger per Post über die jeweilige Art und ihre Eigenschaften. In Deutschland gibt es etwa 50 verschiedene Arten. Aber auch aus den Tropen eingewanderte Mücken wurden schon nachgewiesen.
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