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Halloween-Zeit: Gruseln im Geisterhaus

Von: dpa

Meldung vom 31.10.2016

Ab Klasse 4  

Fragen von Silke Fokken

Quiz wurde 1218 mal bearbeitet.

Bewertung:
Velje (dpa) - Geister oder Untote kommen normalerweise nur in Filmen und Büchern vor. Aber in Dänemark können Menschen solche Spukgestalten zur Halloween- Zeit auch persönlich treffen - in einem Gruselhaus mit mehr als 100 Monstern. Fabian Wegener, ein Reporter von den dpa-Nachrichten für Kinder, hat sich dort hineingetraut:

Von außen sieht die Fabrikhalle aus wie ein ganz normales, altes Gebäude. Doch im Inneren laufen Zombies, Geister und andere gruselige Gestalten umher. Sie alle haben nur ein Ziel: Jedem Besucher zur Halloween-Zeit einen gehörigen Schrecken einzujagen!

Die Geister in der Fabrik sind natürlich nicht echt. In den Kostümen stecken verkleidete Schauspielerinnen und Schauspieler. Rund 140 Erschreckerinnen und Erschrecker arbeiten in dem Geisterhaus in unserem Nachbarland Dänemark. Damit sie wirklich gruselig aussehen, helfen sechs Maskenbildnerinnen und Maskenbildner, die Darstellerinnen und Darsteller zu schminken.

In etwas weniger als drei Stunden verwandeln sie sich durch die Schminke und Verkleidung in furchterregende Zombies, Geister und gruselige Clowns. Einige tragen sogar spezielle Kontaktlinsen, die ihre Augen besonders gespenstisch wirken lassen. Einer der Masken-Profis ist Dorte. Mit einem Pinsel und viel Farbe verwandelt sie einen Mann in einen Untoten. "Es ist wirklich ein tolles Gefühl, jemanden so unheimlich zu schminken, dass er den Besuchern am Ende auch wirklich Angst einjagt", sagt sie.

Wer die Tour durch das Gruselhaus ohne seine Eltern machen möchte, muss mindestens 13 Jahre alt sein. Zwei der jüngsten Schauspieler sind Frederikke und Sofie. Die beiden sind elf Jahre alt. Als Geisterkinder verkleidet warten sie in einem der über 30 Räume auf die Gäste.

Abends ist es dann so weit: Die ersten Gäste kommen, um sich in das Gruselabenteuer zu stürzen. Etwa eine halbe Stunde dauert die Tour. Die Besucherinnen und Besucher müssen sich jedoch nicht nur auf Monster gefasst machen. Neben unheimlicher Musik gibt es auch täuschend echte Spezialeffekte, zum Beispiel künstliches Blut und Nebel.

Damit der Aufenthalt im Geisterhaus nicht zu unheimlich wird, gibt es auch ein paar Regeln. Monster und Gäste dürfen sich während der Tour zum Beispiel nicht berühren. Trotzdem schaffen es am Ende nicht alle, das Geisterhaus komplett zu durchlaufen. Manche Besucherinnen und Besucher fürchten sich einfach zu sehr und verlassen die Attraktion vorzeitig über einen der vielen Notausgänge.

Die beiden Mädchen Frederikke und Sofie finden das Haus dagegen überhaupt nicht schlimm - trotz der vielen gruseligen Gestalten. "Wir wissen ja, wie all die Monster ungeschminkt aussehen", erklärt Frederike. "Wenn wir jedoch nicht selbst als Schauspieler dabei wären, würden wir uns ganz schön fürchten."


Häuser voller gruseliger Gestalten

Geisterhäuser sind irre gruselig, trotzdem sind sie bei vielen Leuten beliebt. Auf Englisch heißen diese Häuser "Haunted Houses" (gesprochen: hontet hauses). In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es mehr als 2000 solcher Attraktionen. Doch auch in Europa kommt diese besondere Art der Geisterbahn gut an. Spezial-Effekte wie Lichter und Windmaschinen sorgen für eine gruselige Umgebung - genau wie die Einrichtung.

Dabei muss es nicht zwangsläufig ein Haus sein. Es gibt auch Gruselshows in Wäldern, Einkaufszentren und Freizeitparks. In Deutschland sind solche Orte jedoch noch nicht so leicht zu finden. Es gibt zum Beispiel das Grusel-Labyrinth in Bottrop, einer Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Hier sorgen Schauspielerinnen und Schauspieler dafür, dass die Gäste einen Gruselfilm durchlaufen.
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