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Rezensionen von Martina Mattes
Erich Jooß
Der Engel, der keinen Namen hatte
2004 Herder
ISBN-10: 3-451-28344-1
Empfohlen ab 9
Nicht große Worte sind es, die in diesem beschaulichen Buch so anziehend wirken, sondern feine, leise Töne lassen jede einzelne der achtunddreißig Geschichten wirken und bringen sie zum Klingen. Im ersten der sieben Kapitel, "Vom Beginn der Welt" liest man die Geschichte "Am siebten Tag - nach einem indianischen Motiv", die von einem besonderen Wesen der Schöpfung, nämlich dem Schmetterling, zu berichten weiß, von seiner zarten Schönheit und seinem anmutigen Flügelschlag. In "Von der Angst und wie sie überwunden werden kann" gelingt es einem starken Entfesselungskünstler in einer letzten Kraftanstrengung sein "eisernes und stummes Gefängnis" zurückzulassen. Auch die anderen Teile des Buches, überschrieben mit "Vom Lachen und Weinen", "Vom Aufbrechen, vom Suchen und manchmal auch vom Finden", "Vom großen und sehr großen Glück", "Vom Abschiednehmen" und "Ganz zum Schluss geht es weiter" beinhalten warmherzige Geschichten, biblische Erzählungen, Legenden und Fabeln. Sie zu lesen oder vorzulesen bringt großen inneren Gewinn, denn sie regen dazu an - was der Untertitel verspricht - zu leben und zu träumen. Was kann es Besseres geben?
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